1.Juni

Abfahrt Richtung Südfrankreich um 8.15 Uhr bei starkem Regen und 13°. Es kann nur besser werden! Entgegen allen Ratschlägen machen wir die erste Pause nach 5h. Das ist nicht zur Nachahmung empfohlen, Joe ist es aber von seiner Arbeit gewohnt - die Sonne zeigt sich aber immer noch nicht, aber wenigstens der Regen hat aufgehört. Hinter Lyon fuhren wir aus den Wolken heraus in die Sonne. Irgendwann wurde kurz vor Avignon dann doch mal ein Tankstopp fällig. Joe öffnete die Fahrertür und sie wurde ihm auch förmlich aus der Hand gerissen. Der Mistral lässt Grüßen. Dort wo es windstill ist überschreitet das Thermometer dann die 20° Marke. Weiterfahrt bis Sommieres. Joe kennt Sommieres noch bestens aus seiner Jugend. Er war da oft zum Radfahren. Leider gibt es den Campingplatz seiner Jugend nicht mehr. Im dortigen Supermarkt noch die ersten Einkäufe, dann ging es auf den Campingplatz "Les Chenes" in Junas. Nach dem ganzen Tag sitzen ging es noch auf einen schönen Abendspaziergang mit versteckten Pfaden und schönen alten Autowracks. In Junas fand ein Fest statt so hatten wir die halbe Nacht laute Musik.

2.Juni

Guten Morgen Sonne und blauer Himmel. Auf geht´s nach Aigue Mortes, der mittelalterlichen Stadt mit der begehbaren Stadtmauer und dem Tour de Constance. Danach Besichtigung des "Oppidum des Ambrussum" mit den Überresten der römischen Brücke und der Via Domitia - der römischen Autobahn von Italien nach Spanien. Danach nochmals Halt an der Vidourle zum Baden. Stadtführung durch Sommieres durch den Guide Joe.

3.Juni

Weiter so, Sonne! 🙂 Nimes erwartet uns mit dem Maison Carree, der Arena, die Kathedrale und die Jardins de la Fonataine mit Tempel. Danach waren wir in einem riesigen Decathlon noch ein wenig shoppen. Unser nächstes Ziel der spektakuläre Pont du Gard ein Teilstück des 50km langen römischen Aquädukt nach Rom. Leider haben sich die Zeiten geändert. Früher durfte man noch oben durch die Wasserleitung und konnte auf den Deckel klettern. Heute ist alles eingezäunt. Die Franzosen nehmen immer mehr deutsche Standards an. Schade. Danach ein Bad im Gardon.

4.Juni

Nach dem Verlassen des Campingplatzes besteigen wir den mehr als markanten Pic St.-Loup. er hat zwar nur 633m Höhe. Aber bei großer Hitze und durch einen Fehler von uns wurde es dann doch ziemlich anstrengend. An einer Abzweigung verloren wir den Weg und die letzten 200 Höhenmeter waren mit einigen Klettereinlagen versehen bis wir oben den Gipfel erreicht haben. Die "Pont de Diable" war dann nicht so sehr die Wucht, viel zu touristisch überlaufen. Dafür hat sich dann die Grotte de Clamouse um so mehr gelohnt und auch der besonders schöne Ort Saint-Guilhem-le-Desert mit kloster und herausgeputzten mittelalterlichen Häusern war wirklich idyllisch - im Sommer wohl überlaufen. Danach Weiterfahrt an den Lac de Salagou und wir suchen bei Clermont-L´Herault den Campingplatz auf. Nachdem es Wasser gibt nimmt Joe am Abend natürlich noch ein Bad im See.

5.Juni

Schöne Wanderung zur "Beaume de l´Olivier" (Einsiedelei des Ölbaums), einer alten Wohnhöhle oberhalb des gestern besuchten Pilgerdorfes St-Guilhem-le-Desert mit Abstecher zum Chateau du Geant, einer faszinierenden, auf einer Felsnadel liegenden Burgruine. Danach gibt es zur Erfrischung Cidre und ein Gläschen Rose auf dem idyllischen Dorfplatz mit alten Platanen. Halt an der Ruine einer Abtei mit Picknick und erfrischendem Bad im Fluss Herault. Ausruhen im Zelt, Joe geht noch im See schwimmen, zuvor ein kleiner Abendspaziergang zu einem schönen Mohnfeld.

6. Juni

Kleine Wanderung bei Moureze in einem Talkessel mit bizarr geformten Kalkfelsen. Weiterfahrt nach Olargues auf den Campingplatz "La Baous", sehr schön gelegen am Fluss Jaur. Wanderung durch die Gorges d´Heric bis zu einem kleinen Imbiss, zurück wählen wir einen interessanteren Weg, machen ein bisschen Canyoning einen Wildbach hinunter. Bad in einer schönen Gumpe - erst danach entdecken wir die Wasserschlange. Rückweg auf dem wenig einladenden Betonweg. Einkaufen in Lamalon und Rückkehr zum Zeltplatz. Abendspaziergang durch das äußerst  reizende, alte und Großteils verlassene Örtchen Olargues mit Glockenturm, Abteiruinen, gepflasterte Gässchen u.a.

7.Juni

Rundwanderung "Gorges des Colombieres" - 13km, 5h Schwitzen danach Bad im Bach. Wieder Einkauf in Lamalon und Rückkehr mit müden Beinen.

8. Juni

Oh - kein sonniger Morgen. Abreise Richtung Minerve, jedoch hält uns Regen von der Besichtigung ab. Weiterfahrt in Richtung Meer mit Hoffnung auf Sonne, durch Narbonne nach Gruissan. Leider auch dort Regen. Decathlon und Supermarkt hilft, danach Besichtigung des Chateau Fort in Salses als Schlechtwetterprogramm. Danach bessert sich das Wetter. Campingplatz "La Franqui" bei Leucate, gleich am Strand gelegen. Der starke Wind vom Meer drängt die Wolken zurück. Spaziergang zum Meer. Abend Essengehen in Leucate - es gibt Pizza (die der Wirt bei Pizzaexpress holt) und Erkundung einer Burgruine.