Burgruine Steineck – Unterfranken

Eingetragen bei: Burgruinen | 0

Von Hohn in Richtung Steinach fahrend bemerkt man rechts der Saale am abfallenden Hang des Höhenzugs einen weiteren hervorspringenden Steilhang, der im Mittelalter eine Burg namens Steineck oder auch Nordeck trug. Weil die Flurbezeichnung Quästenberg lautet geht man davon aus, das das Areal schon in der Vorgeschichte genutzt wurde, da es sich bei der Quäste um ein germanisches Symbol handelte.

Heutzutage sind lediglich die Spuren der Wälle, Gräben und ein paar spärliche Mauerreste sichtbar, die jedoch Rückschlüsse auf die Größe und das Alter der Anlage zulassen. Beeindruckend ist auch heute noch die Tiefe des Halsgrabens, der ehemals den Zugang zur Vorburg verwehrte. Die Burg selber gliederte sich in eine Vorburg und eine Hauptburg. Erst bei der Hauptburg sind Gebäudereste an der Frontseite anzutreffen, die eine Schildmauer vermuten lassen.

Die Burg war strategisch eher ungünstig gelegen, da sie an einem tiefergelegenen Vorderhang lag, der einem potentiellen Angreifer gute Möglichkeiten gab die Burg einzusehen, ganz zu schweigen von den ballistischen Vorteilen. Dafür war sie ein hervorragender Beobachtungsposten des Saaletales. Wahrscheinlich wurde sie aus diesem Zweck angelegt um die Strasse und den Flussweg zu überwachen.

1201 wurde sie zum ersten mal in einer Schenkungsurkunde erwähnt als der Stauferkönig Phillipp sie dem Fürstbischof von Würzburg übereignete. Offensichtlich war die Burg bis dahin im Königsbesitz was die Überwachungsfunktion der Verkehrswege von der Kaiserpfalz Salz bestärkte.

Quelle: Rhoenline